Finanzen und Versicherungen: günstig abschließen, sicher leben

Zwei sehr wichtige Dinge, die zu jedem Leben gehören, sind Geld und die Versicherungen, um die man zum Beispiel beim Auto schon aus gesetzlichen Gründen nicht herumkommt. Die beiden Themen spielen zusammen, wenn es um die finanzielle Lebensplanung geht. Hier kommt niemand ohne eine ausführliche Rechnung aus. Die Finanzen muss man im Griff haben, sonst sind Probleme vorprogrammiert. Die Einkünfte, also meistens der Lohn, den man für seine Arbeit bekommt, dazu Kindergeld oder Einnahmen aus einer Geschäftstätigkeit müssen für den Lebensunterhalt reichen, sollen Luxus ermöglichen, aber natürlich auch Sicherheit bieten. Dass dieses Prinzip nicht immer gleich ist, zeigen viele Menschen in Deutschland, die am sozialen Abgrund leben, aber auch Millionäre, die nicht auf das Geld zu achten brauchen. Engagement, Talent und Ausbildung, aber auch das Geschick, zur richtigen Zeit die richtigen (finanziellen) Entscheidungen im Leben zu treffen gehören zu einem sorglosen Dasein einfach dazu. Geschick bedeutet, auf eine möglichst hohe Rendite zu achten, nicht zu viel Geld für Gebühren und Zinsen auszugeben, unnötige Ausgaben möglichst zu vermeiden und damit zu sparen, wo immer es angebracht ist.

Die grundlegenden Versicherungen

Eine Hausratversicherung sollten jede Familie und jeder Single haben. Diese ist zwar nicht verpflichtend, wie zum Beispiel die Haftpflichtversicherung für das Auto, doch unheimlich wichtig. Dabei muss das Thema Überspannung berücksichtigt sein, denn schon ein Gewitter kann großen Schaden anrichten: Durch Überspannung gehen Jahr für Jahr viele Elektrogeräte im Wert von vielen Millionen Euro kaputt. Wer dann keine ausreichende Deckung bei seiner Hausratversicherung vorweisen kann, muss den Ersatz aus eigener Tasche bezahlen. Viele Versicherungsgesellschaften rechnen sogar den Neuwert eines Fernsehers, Computers oder anderen Gerätes ab, wenn die Police entsprechend abgeschlossen wurde.

Auch Wasserschäden sind versichert. Übergelaufenes Wasser kann die Wohnung beschädigen, ob nun aus der Waschmaschine, von der ein Schlauch abgegangen ist, oder durch den Whirlpool, die Geschirrspülmaschine oder anderes. In einer Mietwohnung ist die Versicherung hier doppelt vorhanden. Den Schaden in der Wohnung, am Eigentum des Mieters, bezahlt die Hausratversicherung, eventuelle Missstände an der Bausubstanz müssen der Gebäudeversicherung des Hausbesitzers gemeldet werden.

Auch eine private Haftpflichtversicherung sollte jeder Mensch haben. Wie schnell hat man etwas angestellt: Beim lustigen Abend am Gasgrill schüttet man ein Glas Rotwein über die teure Jacke eines anderen Gastes: Ist diese ruiniert, muss man sie bezahlen. Für solche Fälle hat man eine Haftpflichtversicherung, die die Kosten übernimmt. Bei solchen Festen ist es auch gut, eine Unfallversicherung abgeschlossen zu haben, denn diese springt bei Brandverletzungen, Knochenbrüchen durch Stürze und andere Verletzungen ein. Eine weitere wichtige Versicherung aus dem privaten Bereich ist eine Rechtschutzversicherung, die die Kosten bei einem Rechtsstreit übernimmt. Hier ist nicht immer das günstigste Angebot auch das Beste, denn oft sparen die Anbieter bei den Leistungen, die sie im Schadensfalle erbringen – mangelnder Versicherungsschutz kann aber schnell viel Geld kosten.

Zusätzliche Versicherungen für besonderen Bedarf

Je nach eigener Lebenssituation ist der Abschluss besonderer Versicherungen eventuell erforderlich beziehungsweise von den Versicherungsnehmern gewünscht. Hier spielen besonders die freiwilligen Versicherungen für Alter, Krankheit und den Tod eine Rolle. Eine Lebensversicherung sorgt für zusätzliches Geld im Rentenalter oder für die Absicherung der Angehörigen im Todesfall. Wer hier auf der sicheren Seite sein will, muss jedoch schon in jungen Jahren eine Police abschließen, denn nur so sind die Beiträge bezahlbar. Wer schon schwere Krankheiten mit eventuellen chronischen Beschwerden erlitten hat, wird kaum noch eine Lebensversicherung abschließen können. Gleiches gilt für Sterbegeldversicherungen, die umso teurer werden, je später man sie abschließt beziehungsweise je negativer der Gesundheitscheck ausfällt. Auch für eine zusätzliche Krankenversicherung muss dieser Gesundheitscheck absolviert werden. Hier spielt auch die Zusatzpflegeversicherung eine Rolle: Wer spät abschließt, bezahlt sehr viel oder bekommt eventuell gar keine Police mehr, weil er schon zu alt oder zu krank ist. Allerdings ist der Bedarf, den ein pflegebedürftiger Mensch im Alter hat, vielleicht sehr hoch: Das Pflegebett, Wasserbett zur Dekubitus-Prophylaxe oder ein Pflegedienst kosten sehr viel Geld und nicht alles wird von den normalen Krankenkassen bezahlt.

Abseits dieser wichtigen Zusatzversicherungen gibt es auch Bedarfsversicherungen, die nun wirklich nicht für jeden in Frage kommen. Wer ein Haustier hat, muss eventuell eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung abschließen. Diese springt zum Beispiel ein, wenn ein Hund in einem fremden Haushalt Schaden anrichtet – etwa den Teppich anknabbert oder einen Schuh zerbeißt. Wertvoller Schmuck sollte mit einer eigenen Versicherung geschützt werden – man weiß ja nie, ob er nicht einmal bei einem Einbruch abhandenkommen könnte.

Auch für nicht dauerhafte Versicherungen muss eventuell etwas Geld eingeplant werden. Ohne eine Reiserücktrittsversicherung einen teuren Urlaub fern von zu Hause zu planen, ist eher gefährlich. Gerade bei früher Buchung kann bis zum Reiseantritt vieles geschehen, was die Abreise verhindert. Die wenigen Euro, die eine teilweise Rückerstattung der Stornokosten sichern, sind sicher keine Fehlinvestition, müssen natürlich aber auch nur bei einem geplanten Urlaub mit eingerechnet werden. Natürlich muss die Summe der jährlich zu zahlenden Versicherungen auch mit den Einnahmen zusammenpassen. Wer gerne eine Lebensversicherung abschließen würde, jedoch nur das Hartz IV Einkommen zur Verfügung hat, geht wohl leer aus, denn Kapitalbildung in jeglicher Form ist von diesem Sozialgeld nicht möglich beziehungsweise auch nicht erlaubt. Eine bestehende Lebensversicherung muss sogar meistens aufgelöst und das Geld zunächst verbraucht werden, bevor das Arbeitslosengeld II überhaupt bewilligt wird.

Finanzen kontrollieren ist wichtig

Sich einen Computer zu kaufen, wenn man eigentlich kein Geld dafür hat, ist schon möglich, vorausgesetzt, man wird von der Bank oder vom Händler, der Ratenzahlung anbietet, als kreditwürdig eingeschätzt. Diese Kreditwürdigkeit verliert, wer lange über seine Verhältnisse lebt und Schulden nicht bezahlt. Mietschulden, aber auch offene Rechnungen bei Handyanbietern, bei Versandhäusern, Online Shops oder andere Verpflichtungen, denen man nicht nachgekommen ist, sorgen für einen negativen Schufa-Eintrag. Dieser Eintrag ist zum einen ein Selbstschutz, um nicht weiter „in die Miesen“ zu kommen, zum anderen aber auch ein Schutz für die Händler, die ja ihr Geld nicht verschenken können, beziehungsweise Leistungen nicht umsonst erbringen wollen.

Den Einnahmen eines Jahres stehen immer auch die Ausgaben gegenüber. Nur, wer unter dieser Gegenüberstellung eine positive Summe stehen hat oder zumindest nicht in die roten Zahlen rutscht, wird sicher, zufrieden und ohne Sorgen leben. Aufgrund dieser Rechnung kann auch eruiert werden, ob ein Kredit eine sinnvolle Idee ist, oder ob man mit der neuen Kücheneinrichtung samt Dunstabzugshabe aus dem Design-Shop noch etwas warten sollte. Kredite für Autos belasten das monatliche Budget nicht selten mit mehreren hundert Euro: Da sollte sich jeder gut überlegen, ob er sich für einige Jahre auf diese Ausgaben einlässt oder ob er lieber ein altes Auto fährt, das zwar mit den Nachbarn nicht mithalten kann, das aber wenigstens bezahlt ist und damit nicht zur Schuldenfalle werden kann.

Kleinkredite aus dem Internet

Gerne würden sich manche Menschen Wünsche erfüllen, die im momentanen Budget aber leider nicht enthalten sind. Da reicht es schon, eigentlich gute Schuhe besitzen zu wollen, weil man eine anstrengende Arbeit im Stehen verrichten muss oder den ganzen Tag viel gehen muss. Für Schuhe, Kleidung oder andere Dinge Schulden machen zu müssen, ist schon eine prekäre Lage, doch leider zum Beispiel bei einer Jobaufnahme nicht vermeidbar. Die Entscheidung, hier das Girokonto beziehungsweise den Dispokredit zu belasten, eine Ratenzahlung oder eine Zahlpause zu nutzen, ist schwer, muss aber getroffen werden. Man muss sich aber immer vor Augen halten, dass unnötige Zinsen die Lage eher noch verschlechtern und deswegen Kredite immer ein Risiko darstellen, es gar nicht mehr aus dem Schuldensumpf zu schaffen. Summieren sich Kleinstraten zu einem Berg an Zahlungen, ist die Privatinsolvenz nicht mehr weit.

Eine schnelle Alternative, an Geld zu kommen, ist ein Kleinkredit, den man nicht unbedingt bei der Bank beantragen muss, sondern auch von Anbietern aus dem Internet bekommen kann. Auch ohne Schufa-Abfrage – so werben diese Geldgeber – kann ein kleinerer Betrag entliehen werden. Nicht selten müssen aber Versicherungen abgeschlossen werden oder zumindest ein Bürge in den Vertrag mit aufgenommen werden, sonst ist der Antrag ohne Erfolg. Schnell summieren sich hier die Zinsen und eventuelle Zusatzkosten zu einer irrwitzigen Summe, weswegen die Kleinkredite immer mit einer gewissen Vorsicht zu genießen sind. In manchen Notlagen, zum Beispiel wenn eine Detektei beauftragt werden muss, um einen Menschen wieder zu finden oder einen säumigen Zahler aufzutreiben, kann auch ein solcher Kleinkredit eine wichtige Hilfe sein.

Größere Finanzierungen sorgfältig planen

Das Leben muss auch nach dem Abschluss eines Kredits weitergehen. Menschen, die sich beispielsweise einen Finanzierungsplan für Immobilien zurechtlegen, sollten also bedenken, dass auch mit Beginn der Raten- und Zinszahlung noch Versicherungen, Autosteuer, Lebensunterhalt und Sonderausgaben zu stemmen sind. Ist ein Finanzierungsplan sehr eng ausgelegt, bleibt kein Spielraum für Ersparnisse, für Urlaube und Luxus. Das sollte bedacht werden, denn ohne Rücklagen kann schnell eine finanzielle Notsituation – gerade bei Immobilienbesitzern, die ein Auto unterhalten und Renovierungskosten einkalkulieren müssen – entstehen. Ein eigenes Haus bringt immer auch laufende Kosten mit sich – von der Gebäudeversicherung bis zur Grundsteuer wird kaum ein Monat vergehen, in welchem nicht irgendetwas zur Zahlung fällig ist.

Auf gewerblicher Ebene sehen die finanziellen Verpflichtungen noch ganz anders aus. Hier laufen – parallel zum privaten Bereich – auch noch die Versicherungen für das Geschäft, wie zum Beispiel nach der Eröffnung eines Kleidershops mit einer Spezialisierung auf Trachten. Die Ware muss eingekauft, aber auch Lohnkosten müssen einkalkuliert und noch dazu muss Geld für umsatzschwache Zeiten gespart werden. Deshalb gilt auch bei allen Abschlüssen, ob finanziell, in Sachen Geldanlage oder Kredit, oder aber bei Versicherungen: Je günstiger und rentabler man abschließt, umso mehr Geld hat man, um es anzusparen, sich davon ein schönes Leben und etwas Luxus leisten zu können.

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